Spielberichte
-- C1 Jugend --
13. Mai 2012
FT Gern – TSV München-Solln 5:0 (3:0)
Fünf Tore und ein zartes Pfeifen . . .
Autorin: Ulla Aigner
Die Vogelinteressierten unter den Leserinnen und Lesern wussten es natürlich: An diesem Wochenende hat die Stunde der Gartenvögel geschlagen. Der Vogelbund Bayern hatte dazu aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel im eigenen Garten zu beobachten, zu identifizieren und per Internet weiterzugeben – sozusagen eine Bestandsaufnahme der heimischen Vogelwelt. Wer sich am sonntäglichen Spätnachmittag am Gerner Kunstrasenplatz oder in dessen Nähe aufhielt, geriet fast in Versuchung, eine ganz seltene Spezies an den Vogelbund zu melden: Mit angestrengtem Gehör konnte man hin und wieder ein außergewöhnlich zartes Pfeifen hören; bei näherem Hinsehen war es der Schiedsrichter dieser Partie, dessen Leistungen so gut und tadellos waren, dass die Qualität seines Arbeitsinstruments, der Pfeife, fast beleidigend wirkte.
Es war die fünfletzte Liga-Partie für die Gerner C1-Junioren, die – mittlerweile recht siegesverwöhnt – recht selbstbewusst auf den Platz gingen. Von der ersten Minute an erspielten sie sich gute Chancen, die – wie könnte es auch anders sein – am gegnerischen Torwart, an der Querlatte oder am Pfosten endeten. Die Anzahl der Chancen spiegelten allerdings nicht die Qualität des fußballerischen Vermögens der Gerner Mannschaft wider. Die Spieler wirkten etwas fahrig und unkonzentriert, viele Pässe kamen im Nirwana statt beim Mitspieler an. Auch der Gegner schien das zu spüren. Als dann auch noch ein Freistoß der TSV Solln an der Querlatte landete, witterten die Sollner Morgenluft. Zum Glück fiel dann in der 18. Spielminute das 1:0 für die FT Gern durch einen Freistoß von Maxi, der – wie ein Strich – an Mauer und Torwart vorbei unten rechts ins Tor ging. Nur drei Minuten später konnte Maxi nach einem Alleingang fast über das ganze Feld nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Danny nutzt die Chance und verwandelte den Elfmeter recht sicher, auch wenn der gegnerische Torwart den Ball mit der Hand noch berührt hat. Beflügelt durch die sichere Führung funktionierte das Passspiel nun etwas besser, aber von einer wirklich überzeugenden Leistung waren die Gerner an diesem Tag doch ein Stück entfernt. In der 34. Spielminute konnte sich Tim, der sich immer wieder an der rechten Seite aus seiner Abwehrposition effektiv in den Angriff einschaltete, gut durchsetzen und servierte Antonio eine Flanke, die er zum 3:0 nutzte.
Nach der Halbzeitpause setzte sich das qualitativ durchschnittliche Spiel der Gerner fort: gute Chancen, die nicht verwertet wurden, ab und zu gelungene Spielkombinationen, zum Teil gute und zum Teil verbissene Einzelaktionen. Dennoch fiel dann in der 54. Spielminute das 4:0 durch Antonio nach einer Vorlage von Manthos und in der 66. Spielminute das 5:0 durch einen Kopfball von Manthos nach einer Ecke.
Insgesamt waren die Gerner über die gesamte Spielzeit dem Gegner überlegen. Aber – wie schon häufig beobachtet – sind die Gerner anfällig dafür, sich auf das spielerische Niveau des Gegners zu begeben, nett gemeint, aber etwas aufregend für Trainer und Zuschauer. Allerdings muss man der Mannschaft zugute halten, dass viele Einwechslungen erfolgt sind, so dass sich die Spieler immer wieder in neuen Kombinationen auf dem Spielfeld wiederfanden. Angesichts der nach wie vor deutlichen Führung von 11 Punkten vor dem Tabellenzweiten jammern wir hier wirklich auf hohen Niveau.
Deshalb: Jungs, ihr macht das alles hervorragend, manchmal „mega-hervorragend“, manchmal weniger hervorragend. Die nächste Partie findet in Aubing statt.
Aufstellung: Amar, Andi, Antonio (2), Conny, Basti, Daniel, Danny (1), Julian, Leon, Manthos (1), Mattis, Maxi (1), Miki, Moritz, Tim
5. Mai 2012
SV Planegg-Krailling - FT Gern 0:1 (0:0)
Träumen kann man immer . . .
Autorin: Ulla Aigner
Stellen Sie sich vor, es ist Frühling, ein leichter Südwind umspielt die blühenden Fliedersträucher, die ersten Sonnenstrahlen lassen das Grün des Rasenplatzes saftiger als je zuvor erscheinen und die Gerner C 1-Junioren spielen wie junge Götter, nutzen Chance um Chance und führen hoch, wahre Jubelorgien spielen sich am Spielfeldrand an – „schee wär’s gewesen“. Die Wirklichkeit hatte nicht ganz diese Leichtigkeit zu bieten. Bei gefühlten winterlichen Temperaturen und einem Regen, der durch und durch ging, mussten die Gerner und ihre Anhänger an diesem Spieltag nach Planegg.
Schon der Beginn ließ erahnen, dass dies eine schwierige Partie werden würde. Die Gastgeber wollten dem Tabellenführer die erste Niederlage der Saison bereiten, verfügten allerdings nicht unbedingt über die spielerischen Möglichkeiten. Hin und wieder gelang ihnen ein Passspiel, ansonsten konzentrierten sie sich auf lange Pässe aus der Abwehr heraus, um die zugegebenermaßen sehr schnellen Stürmer in gute Positionen zu bringen. Insofern konnten die Gerner das Mittelfeld nach einer gewissen Einspielphase für sich besetzen. Auch die Abwehr stellte sich dann sehr schnell auf das Planegger Spiel ein.
Die Krux der Gerner lag irgendwo ganz anders, aber war nicht neu; in der 5. und 6. Spielminute hatten sowohl Antonio als auch Amar gute Torchancen, aber es waren eben nur „Fast-Tore“ – und das sollte sich wie ein roter Faden durch die Partie ziehen. Der Ball war überall, an der Querlatte, am Torpfosten, beim gegnerischen Torwart, auf der Linie, nur nicht im Tor.
Auch nach der Halbzeitpause erspielten sich die Gerner weiterhin gute Möglichkeiten. In den Zweikämpfen überzeugten sie durch den notwendigen Biss und kamen durch schnelles Passspiel immer wieder in Strafraumnähe. Auch die Standardsituationen wie Eckbälle oder Freistöße führten leider nur zur Gefahr im Strafraum, aber eben nicht zum Tor.
Ausgerechnet Fabian, der früher einmal das Planegger Trikot trug, erlöste uns in der 58. Spielminute von dem Fluch des vernagelten Tors. Mit viel Gefühl beförderte er den Ball aus halblinker Position über den nach hinten taumelnden Torwart, der wohl eher mit einer Flanke gerechnet hatte, hinweg ins rechte obere Toreck. Die hoch verdiente Führung für die Gerner wurmte die Gastgeber sehr; sie wollten unbedingt den Ausgleich erzielen, was zum Teil zu turbulenten Szenen auf dem Spielfeld führte. „Lasst uns die Partie g’scheit zu Ende spielen“ – diese wahren Worte vom Co-Trainer Philip waren bezeichnend und wurden von den Gernern auch beherzigt. Mit „högschter“ Konzentration brachten sie die Partie erfolgreich über die Runden und nahmen damit drei besonders wichtige Punkte mit nach Hause.
Das war kein berauschender Sieg, aber es war ein hoch verdienter Arbeitssieg. Dass auch solche Spiele gewonnen werden, zeichnet eine gute und überzeugende Mannschaft aus. Und der Traum vom Aufstieg lebt weiter.
Aufstellung: Amar, Andi, Antonio, Dany, Daniel, Fabian (1), Fritz, Julian, Leon, Maxi, Miki, Moritz, Tim,
29. April 2012
FT Gern – TSV Milbertshofen 1:0 (1:0)
„Passt scho…!“
Autorin: Ulla Aigner
Wer jemals über die Bedeutung des Ausdrucks „Passt scho…!“ nachgedacht hat, als Preußin habe ich es zumindest bis zu dieser Partie, der hat an diesem Spieltag erfahren, was es bedeutet. Es war nichts Halbes und nichts Ganzes, sowohl als auch, ja und nein, hin und wieder, irgendwo zwischen Gut und Böse – eben irgendwie akzeptabel, was die Gerner C1-Mannschaft an diesem Tag geboten hat.
An den äußeren Bedingungen jedenfalls hat alles gepasst: Bei angenehmen Temperaturen von 22 Grad und dem ersten Spiel 2012 auf dem großen Platz in Anwesenheit der Jugendleiterin, die trotz „Großmutter-Pflichten“ den Jungs die Daumen gedrückt hat, begann die Partie eher fahrig. Ein munteres Hin und Her machte vor allem den Gernern deutlich, dass dies heute kein Spaziergang werden würde. Der TSV Milbertshofen waren mit eher jüngeren, zumindest von der Körpergröße her kleineren Spielern angetreten, die gerade in der Anfangsphase immer wieder mit schnellen Angriffen die Gerner Abwehr aus dem Konzept brachten. Die Gerner Fans mussten bis zur 11. Spielminute auf einen wirklich gelungenen Angriff ihrer Mannschaft warten, der nach einem gelungenen Passspiel bis in den Strafraum leider nicht zum Torerfolg führte. So langsam fanden die Gerner nun ins Spiel und wurden – zeitlich gesehen viel zu früh – dafür belohnt: In der 15. Spielminute konnte Danny einen Aussetzer der gegnerischen Abwehr ausnutzen und den Ball ohne Mühe zum 1:0 an dem völlig überraschten Torwart vorbei im Tor unterbringen. Dieses Tor brachte ihnen etwas mehr Sicherheit, die wiederum zu mehr Chancen führte, so zum Beispiel für Miki in der 25. Spielminute nach Vorlage von Danny, leider knapp am Tor vorbei.
Optimisten unter den Zuschauern prophezeiten während der Halbzeitpause eine völlig neu aufspielende Mannschaft der FT Gern in der zweiten Hälfte; nun, normalerweise stirbt die Hoffnung zuletzt, in dem Fall schon in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff. Die erste wirkliche Chance hatte der Gegner durch eine Art Flanke aufs Tor, schwierig zu halten, aber für den Gerner Schlussmann Daniel kein Problem. Die Gerner versuchten, wieder besser ins Spiel zu kommen, was hin und wieder funktionierte und woraus sich dann auch immer wieder hervorragende Chancen für das 2:0 ergaben, aber knapp vorbei ist halt auch vorbei. Selbst aus den Standardsituationen konnten die Gerner keinen Torerfolg verbuchen. In der Schlussphase wurde der Gegner noch einmal stärker, aber eine wirkliche Gefahr für den Sieg waren sie nicht.
Der Schlusspfiff besiegelte nicht nur eine sehr gute Schiedsrichterleistung, sondern auch wieder drei Punkte für die FT Gern – die wichtigste Ausbeute an diesem Tag. Wie gesagt: Es gab bessere und auch schon schlechtere Partien und rund herum „Passt scho!“, wenn man das Ziel – nämlich drei Punkte – letztlich erreicht.
Die nächste Liga-Partie findet am kommenden Samstag in Planegg gegen den Tabellendritten statt. Vielleicht etwas motivierter oder etwas ausgeschlafener oder etwas konzentrierter – das wäre schön und nochmals danke, dass ich jetzt den Sinn der Redewendung „Passt scho…!“ so richtig verstanden habe, hoffentlich…
Aufstellung: Amar, Andi, Antonio, Basti, Daniel, Danny (1), Fabian, Fritz, Manthos, Mattis, Maxi, Miki, Moritz, Toni
21. April 2012
FC SF München ‑ FT Gern 0:3 (0:3)
Der Chancentod auf Gerner Fersen . . .
Autorin: Ulla Aigner
Im Schatten des Bayerngeländes mussten die Gerner an diesem Spieltag in die Säbener Straße gegen den Tabellensiebten. Was das Ergebnis betrifft, hätte der Schiedsrichter die Partie bereits nach einer Viertelstunde abpfeifen können. Die Gerner ließen von Anfang keinen Zweifel daran, aus dieser Partie drei Punkte nach Hause holen zu wollen. Bereits in den ersten Minuten erspielten sie sich einige Chancen; in der 7. Spielminute erzielte Amar durch einen Kopfball-Lupfer die Führung für die FT Gern. Ab da ging es dann Schlag auf Schlag. Nur vier Minuten später gelang Miki nach einer Vorlage von Tim das 2:0 und noch einmal vier Minuten später erhöhte Antonio durch eine schöne Einzelaktion auf 3:0. Soweit – so gut, wenn da nicht noch die gefühlten restlichen 100 Chancen gewesen wären. In der ersten Halbzeit zeigten die Gerner gutes und schnelles Passspiel, kamen damit auch recht schnell in den gegnerischen Strafraum. Dort übertraf man sich dann am Vorbeischießen, an Lattenschüssen oder „Torwart-Zielschießen“.
Die zweite Hälfte gestaltete sich ähnlich, allerdings mit dem Unterschied, dass das Zusammenspiel nicht mehr so gut funktionierte. Insgesamt wurde das Spiel etwas hektischer. Auf kleinstem Raum konnten die Pässe nicht so gelingen und vor dem gegnerischen Tor wurden dann ebenso die Chancen vertan wie in der 1. Halbzeit.
Dennoch: Bei aller Kritik war es an diesem Tag ein zu keinem Zeitpunkt gefährdeter Sieg der Gerner, die nicht nur dem Gegner in allen Belangen überlegen waren, sondern auch immer wieder durch hervorragende Einzelaktionen glänzten. An dieser Stelle muss Tim auf seiner Rechtsaußenposition erwähnt werden, der seine Gegenspieler, die ihn wegen seiner Körpergröße komplett unterschätzten, fast lehrmeisterhaft ausspielte und ein ums andere Mal für gefährliche Situationen im Strafraum sorgte. Apropos Gegner: Ja, es gab einen Gegner, spielerisch eher unauffällig, aber mit einem sprachgewaltigen Trainer ‑ leider im negativen Sinne. Während der zweiten Halbzeit wartete er am Spielfeldrand mit einer Tirade von lauten Beschimpfungen an seine Spieler auf, die selbst erfahrenen Eltern am Spielfeldrand mit einer hohen Toleranzschwelle, was fußballerische Kraftausdrücke betrifft, die Sprache verschlug. Trainer sollten – und das gilt nach wie vor – immer noch Vorbilder für die Jungs und keine „Brüllaffen“ am Spielfeldrand sein. Das einzige Positive war, dass sich diese völlig überflüssigen Aggressionen zum Glück nicht auf dem Platz auswirkten.
Ein kleiner Schatten auf der Erfolgsserie der FT Gern ist der verletzungsbedingte Ausfall von Riad durch seine Verletzung im Trainingslager und auch von Maxi, der nach einem gegnerischen Foul gegen Ende der ersten Halbzeit über Kopfschmerzen und Schwindel klagte und ausgewechselt werden musste. Allen Verletzten und Angeschlagenen wünschen wir gute Besserung und dass sie bald wieder dabei sind. Die nächste Partie ist nicht nur eine fußballerische, sondern auch eine mentale Herausforderung. Am nächsten Sonntag empfängt die FT Gern die Spieler aus Milbertshofen.
Aufstellung: Amar (1), Antonio (1), Conni, Daniel, Daniel, Fabian, Fritz, Julian, Manthos, Mattis, Maxi , Miki (1),Tim, Toni
25. März 2012
FT Gern - SV Pullach 4:1 (2:1)
70 + 2 Spielminuten, 35 Minuten schönes Fußballspiel und 12 Punke Vorsprung . . .
Autorin: Ulla Aigner
. . . das ist die zahlenmäßige Bilanz dieses Fußballnachmittags am Gerner, wo sich an diesem frühlingshaften Tag einige Stammzuschauer zusammen mit illustren Gästen und einigen Hunden am Spielfeldrand tummelten. Trotz guten Willens beider Mannschaften kam die Partie in der ersten Halbzeit nicht so richtig ins Laufen. Erhöhte Nervosität, fahrige, überhastete Aktionen und dementsprechend viele Fehlpässe machte das Zuschauen etwas mühsam. Selbst die unmissverständlichen Ansagen „ruhig, ruhig!“ von Maxi verhallten in dieser Phase irgendwo in und über dem großen Raum des Spielfeldes. Umso erlösender war deshalb das Führungstor der Gerner: Fabian führte aus der halbrechten Position mit seinem linken Fuß äußerst gekonnt einen Freistoß aus, überwand die Mauer und den Torhüter, denn der Ball senkte sich fast wie in Zeitlupe genau unter die Querlatte. Trotz dieser beruhigenden Führung kam nicht unbedingt die Wende im Gerner Spiel. Zum Teil wurden die Bälle zu lange gehalten, anstatt eines schnellen Pass- und Kombinationsspiels wurden wieder lange Pässe Richtung Sturm gespielt, größtenteils unerreichbar für die Stürmer. Hinzu kam dann in der 28. Spielminute eine Unkonzentriertheit der ansonsten sehr sicheren Abwehr, die dann leider zum Gegentor und damit zum Ausgleich führte. Nur zwei Minuten später war es dann wieder eine Standardsituation, die die Gerner in Führung brachten. Dieses Mal verwandelte Maxi den Freistoß mit einem scharf geschossenen Flachschuss durch die Mauer am Tormann vorbei zum 2:1. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätten die Hausherren sogar ihre Führung ausbauen können, als wiederum nach einem Freistoß von Maxi auf Höhe der Mittellinie der Ball Antonio – allein vor dem gegnerischen Torwart – „vor die Füße“ fiel, er ihn aber leider nicht über die Torlinie brachte.
Nach der Pause kam eine völlig veränderte Gerner Mannschaft aufs Spielfeld zurück, nicht in der Zusammensetzung, sondern in der Spielmoral und im spielerischen Können. Plötzlich funktionierte das alles, was sich Zuschauer und vor allem auch die Trainer vorstellten. Es wurde zum Beispiel über die Seiten gespielt – so auch in der 38. Spielminute, als sich Antonio im Strafraum sehr selbstbewusst durchsetzte, den Ball von rechts vor das Tor flankte und dort wiederum Fabian mit dem Kopf den Ball zum 3:1 ins Tor beförderte. Ab diesem Zeitpunkt gelang dann fast alles, so dass eine Chance die nächste jagte – und die Gäste nun kaum noch Gegenwehr boten. Nachdem Tim in der 56. Spielminute nach einer sehenswerten Einzelaktion leider nur knapp das Tor verfehlte, war es dann Danny, der in der 59. Spielminute nach einer schönen Spielkombination zwischen Maxi, Antonio und Moritz den Ball bekam und aus rechter Position im Strafraum den Ball am Torwart zum 4:1 ins gegnerische Tor beförderte. Minütlich hätten die Gerner bis zum Schlusspfiff ihr Ergebnis verbessern können, aber es blieb beim 4:1 und diesem – vor allem dank der zweiten Halbzeit – hoch verdienten Sieg. Das war wirklich in der zweiten Hälfte eine überzeugende Leistung. Und eine beruhigende Erkenntnis aus der ersten Halbzeit ist, dass zumindest die Standardsituationen erfolgreich sind, wenn der Rest schon nicht so gut läuft.
Wichtig ist, dass die klare Tabellenführung jetzt nicht Tür und Tor für Schlendrian und Hochmut öffnen. Sich auf seine Stärken zu besinnen, auf dem Boden bleiben und als Team zusammenstehen – dafür haben die Trainer bisher alles getan. Nicht zuletzt wird das Oster-Fußballcamp am nächsten Wochenende auch dazu beitragen.
Bei den Punktspielen geht es am 21. April weiter – zu Gast bei FC SF München.
Aufstellung: Andi, Antonio, Basti, Conni, Daniel, Danny (1) , Fabian (2), Fritz, Julian, Leon, Maxi (1), Miki, Moritz, Riad, Tim
10. März 2012
FT Gern – SpVgg 1906 Haidhausen 3:0 (1:0)
Status auf Facebook: Noch in Winterpause – rätselhafter Ausfall des „Fußballgedächtnisses“
Autorin: Ulla Aigner
Das ist ein Vorschlag für die Gerner C1- Spieler, wenn sie das nächste Mal ihren Facebook-Eintrag aktualisieren. Diesen Eindruck gewannen zumindest die Gerner Zuschauer, die an diesem Samstag – fast wie in archaischen Zeiten nach Frauen und Männern getrennt – dem ersten Punktspiel der FT Gern C1-Jugend in der Rückrunde zusahen.
Vom unüberhörbaren Anpfiff an legte sich eine ungute Stimmung über diese Partie: Nervosität und Hektik auf beiden Seiten, hinzu kam aus Gerner Sicht ein durchaus unbequemer Gegner, und das nicht nur spielerisch. Zum Glück fiel recht früh in der 7. Spielminute das Führungstor der Gerner: Nach einem weiten Abschlag der Gerner Torwarts Daniel spitzelte Amar den Ball zu Antonio, der ihn dann – mit Hilfe eines gegnerischen Spielers – über die Linie brachte. Allerdings brachte diese Führung noch nicht einmal eine gefühlte Sicherheit; wie aufgedreht hielten die Haidhausener dagegen. Leider entstanden zu keinem Zeitpunkt die Spielzüge, die die Gerner noch vor kurzem in der Vorbereitungsphase gegen wesentlich stärkere Mannschaften gezeigt haben: schnelle Ballannahme und schnelles Abspiel, über die Flügel und ständig in Bewegung – das Credo, das das Trainerteam ihnen ständig auf den Weg gibt, war an diesem Spieltag versunken in einem Durcheinander von hilflosen langen Pässen nach vorne und Fehlpässen .Gut zu wissen, dass sie es besser können. Und zunächst beruhigend, dass man mit dieser knappen Führung in die Pause ging.
Nach einer klaren Ansage auf der Bank während der Halbzeit kamen die Gerner zumindest guten Willens zurück und setzten dennoch ihr zerfahrenes Spiel fort. In der 50. Spielminute fiel dann das erlösende 2:0 nach einer Ecke von Danny, einem seitlichen Volley von Fritz an die Latte und dem Nachschuss per Kopfflugball von Maxi, der dann endlich ins Netz ging – fast zirkusreif, aber geradezu symptomatisch für die ganze Partie: Warum einfach, wenn es auch umständlich geht! Fünf Minuten später konnte dann Miki, ebenfalls nach einer Ecke, das Getümmel im Strafraum und das kurze Moment eines desorientierten, gegnerischen Torhüters ausnutzen und auf 3:0 für die FT Gern erhöhen. Trotz dieser klaren Führung steckten die Gegner nicht auf und forderten bis zum Ende ein ums andere Mal unsere Abwehr und den Torwart zu Paraden heraus.
Geradezu erlösend kam dann der – wie nicht anders zu erwarten war – selbst für taube Ohren unüberhörbare Schlusspfiff. Fazit dieses Nachmittags: 1. Hauptsache Sieg und drei Punkte 2. Aufwachen! Winterpause ist vorbei. Ungeachtet einiger anderer Missstände bei diesem Spiel, die man als Sieger der Partie mit einer gewissen Gelassenheit sehen kann, bleiben die Defizite, die die Mannschaft selbst abstellen kann und muss. Manchmal bedarf es vielleicht eines solchen Auftritts, der aus Sicht der Gerner Finanzministerin keinen Cent Eintritt wert war, um die wahren Qualitäten wieder hervorzuholen. Die sind beim Spiel gegen den Tabellendritten TSV Forstenried am kommenden Samstag auch dringend notwendig. Also: Den Blick nach vorne richten – beim nächsten Mal wird es besser und dann zahlen wir auch gerne Eintritt.
Aufstellung: Amar, Andi, Antonio (1), Daniel, Daniel, Danny, Fabian, Fritz, Julian, Mattis, Maxi (1), Miki(1), Moritz, Riad, Toni
20. November 2011
FT Gern – TSV Neuried 3:0 (2:0)
The cat is in the sack . . .
Autorin: Ulla Aigner
So würde Giovanni Trapattoni, der irische Nationaltrainer – sprachfreudig, aber nicht gerade mit großen Sprachtalenten gesegnet – die Erfolgsserie der C1 der FT Gern und den Titel des Herbstmeisters kommentieren.
Von Beginn an ließ die Gerner Mannschaft keinen Zweifel daran, dass sie auch dieses vorletzte Spiel der Hinrunde gewinnen wollte. Schon in der 2. Spielminute mussten die Neurieder gleich zweimal hintereinander den Ball von der Torlinie weg schlagen, um einen frühen Führungstreffer der Gerner zu verhindern. Diese Anfangsphase war ein Spiel auf ein Tor: Schnelles Abspiel, Ball- und Passsicherheit sowie Laufbereitschaft und entsprechende Schnelligkeit ließen einen Angriff nach dem anderen zu. Geradezu zwingend fiel dann in der 10. Spielminute das 1:0 für die FT Gern nach einer präzise hereingegebenen Ecke von Danni auf den linken Torpfosten, wo Antonio den Ball ins Tor befördern konnte. Nur drei Minuten später hielt der sehr sichere Torwart von Neuried einen scharf geschossenen Ball von Danni aus halbrechter Position. Bis dahin sah alles recht gut – doch von Minute zu Minute erholten sich die Neurieder von der Überlegenheit der Gerner und setzten etwas dagegen. Entscheidender Wendepunkt aus Sicht des Gegners war die Herrschaft im Mittelfeld, wo sie nun – glücklicherweise nur vorübergehend – schalten und walten konnten und von da aus mehrmals gefährlich vor das Gerner Tor kamen. Geradezu erlösend fiel dann in der 26. Spielminute das 2:0 für die FT Gern; wieder einmal eine gute Kombination von der Abwehr heraus konnte Danni aus einer Schussposition von 8 m halblinks die Führung ausbauen.
Nach der Pause hatten die Gerner ihre Schwächephase überwunden, der rote Faden des Spielaufbaus war wieder sichtbar. Leider waren weder ein Freistoß von Danni noch eine gut herausgespielte Chance von Antonio erfolgreich. Der Gegner witterte erneut seine Chance und wurde stärker; zum richtigen Zeitpunkt setzte deshalb Riad in der57. Spielminute zu einem beeindruckenden Sprint-Alleingang auf der rechten Seite an und flankte kurz vor der Torauslinie den Ball maßgeschneidert in den Strafraum, wo Antonio ihn zum 3:0 ins Tor befördern konnte.
Das war letztlich das Aus für Moral und Kraft des Gegners, so dass die Gerner diesen klaren Sieg, der aber zeitweilen gar nicht so sicher war, erzielen konnten. Bei allen Unzulänglichkeiten, die man aufzählen könnte, bleibt festzuhalten, dass diese Mannschaft dank des Trainerteams hervorragend zusammengefunden hat; dass die Abwehr souverän durch Maxi dirigiert, aber auch jeder einzelne Abwehrspieler sehr sicher agiert, dass gut kombiniert und meistens auch zügig abgespielt wird.
Sieben Punkte Vorsprung in der Tabelle sprechen für sich; das ist ein gutes Polster, nicht zum Ausruhen gedacht, aber dennoch beruhigend. Wir freuen uns, wenn auch am Ende der Rückrunde „the cat in the sack is“.
Aufstellung: Amar, Andi, Antonio (2), Basti, Daniel, Daniel, Danni (1), Fabian, Julian, Leon, Manthos, Mattis, Maxi, Miki, Moritz, Riad, Toni
23. Oktober 2011
FT Gern ‑ SV Planegg-Krailling 2:1 (1:1)
Warum die Eroberung der Tabellenspitze für Herrn Kazimov fast ein teures Vergnügen wurde . . .
Autorin: Ulla Aigner
An diesem kalten – gefühlten polaren – Sonntagabend brach Herr Kazimov, Riads Vater, fast alle internen Regeln, die die C1 für Eltern einvernehmlich aufgestellt hat. Wie ein Tiger marschierte er Kilometer um Kilometer während der gesamten Partie am Seitenrand entlang, dirigierte die Gerner mit geradezu theatralische Gesten, kommentierte die eine oder andere Schiedsrichter-Entscheidung und rief seinem Sohn klare Anweisungen zu – und das auch noch in der Muttersprache! Vielleicht hat es geholfen – wir wissen es nicht. Jedenfalls besiegte die FT Gern an diesem Spieltag den Tabellenführer mit einer insgesamt überzeugenden Leistung und übernahm damit Platz 1.
Bereits in der 2. Spielminute konnten die Gerner durch einen sicher verwandelten Elfmeter von Maxi zum 1:0 in Führung gehen, nachdem zuvor Danny im Strafraum gefoult wurde. Dieses frühe Tor verlieh den Gernern fast Flügel; sie erspielten sich einige Chancen, so zum Beispiel in der 7. Spielminute hielt Manthos von schräg links nach einer schönen Flanke von Danny aufs Tor, leider knapp daneben. Etwas besser machte es Toni in der 10 Spielminute, als er zumindest nach einem Gewaltschuss von rund 13 Metern den Pfosten traf. Vier Minuten später ging ein Heber von Conni über den Torwart nur knapp links am Tor vorbei. Zu diesem Zeitpunkt war vom Gegner recht wenig zu sehen. Dennoch begingen die Gerner nicht den Fehler, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Einige Spielzüge und nicht zuletzt die einwandfreie Punkt- und Torbilanz von Planegg-Krailling ließen erahnen, dass die Gegner noch nicht richtig ins Spiel gekommen waren. Die Gerner blieben konzentriert und versuchten gerade auch im Zweikampf nah am Mann zu bleiben. Eine sichere und kompromisslose Abwehrleistung verschaffte der FT Gern die so wichtige Mittelfeldhoheit. Dennoch reichte eine Unaufmerksamkeit dem Gegner, um kurz vor dem Halbzeitpfiff den Ausgleichtreffer zu erzielen.
Nach der Pause zeigte die Gerner weiterhin ein solides Spiel. Umso verdienter deshalb auch der Führungstreffer zum 2:1 in der 40. Spielminute durch Antonio, der den Ball von halb links flach ins rechte untere Eck schoss. Nun galt es die Nerven zu bewahren, für die Spieler und für die Gerner Anhängerschaft. Natürlich überraschte es nicht, dass der Gegner zumindest auf den Ausgleich drängte. Einige sehr gute Ballstafetten wurden aber souverän durch die Gerner Abwehr gestört, so dass der Gerner Torwart Daniel nur hin und wieder eingreifen musste. Und zwischendurch gab es auch immer wieder schöne Entlastungsangriffe der Gerner, wie zum Beispiel durch Danny in der 56. Spielminute oder durch Antonio – nach einem schönen Pass von Moritz – in der 67. Spielminute.
Großer Jubel und viel Erleichterung gab es dann beim Schlusspfiff. Gut gespielt, hart gekämpft und verdient gewonnen – so ein kurzes Fazit. Wir hätten nichts dagegen, wenn es so weitergeht!
Übrigens: Dass Herr Kazimov an diesem Abend wegen seines „regelwidrigen Verhaltens“ nicht zahlen musste, hat er der Großzügigkeit der C1-Finanzmanagerin zu verdanken. Es blieb beim erhobenen Zeigefinger und einer charmanten Ermahnung!
Aufstellung: Amar, Andi, Antonio (1), Conni, Daniel, Daniel, Danny, Fabian, Julian, Leon, Manthos, Mattis, Maxi (1), Miki, Moritz, Riad, Toni
16. Oktober 2011
TSV Milbertshofen ‑ FT Gern 2:2 (1:1)
Die schwarze Serie – ein Ende in Sicht?
Autorin: Ulla Aigner
Das war am heutigen Sonntag das dritte Spiel der Gerner in Folge, bei dem sie nicht wirklich überzeugen konnten. Besonders ärgerlich ist es deshalb, weil nicht der Gegner oder die zum Teil fragwürdige Leistung des Schiedsrichters bei der einen oder anderen Partie, sondern die Gerner sich selbst im Wege standen.
So auch an diesem Sonntagvormittag bei optimalen Wetterbedingungen. Ob noch unter Eindruck der in jeder Hinsicht eindrucksvollen schiedsrichterlichen Erscheinung oder wegen des üblichen wochenendlichen Schlafmangels: Es ist nicht mehr auszumachen. Jedenfalls begann die Partie mit einem Paukenschlag in der 2. Spielminute, als der Gegner wie die Jungfrau zu dem Kinde zum Führungstor kam – dank der Unaufmerksamkeit der Gerner Mannschaft, die noch nicht wirklich auf dem Platz angekommen war. Nunmehr aufgewacht übernahmen sie die Regie des Spiels und erspielten sich einige Chancen, so zum Beispiel in der 6. Spielminute, als Dannys Schuss vom Torwart abgewehrt werden konnte. Nur vier Minuten später fiel dann der hoch verdiente Ausgleich nach einem genialen Pass von Moritz in den Lauf von Danny, der den Ball relativ flach ins linke Eck schoss. Auch in der Folge hatten die Gerner durchaus mehr Spielanteile. Sie konnten diesen Vorteil aber nicht in Tore umwandeln, weil letztlich die Torchancen nicht zwingend genug waren. In der 16. Spielminute scheiterte Antonio, und in der 20. Spielminute landete der Kopfball von Maxi nach einem Freistoß von Danny leider nur im Außennetz. Auch Conny konnte kurz vor dem Halbzeitpfiff eine Chance nicht nutzen. So blieb es beim 1:1 zum Halbzeitpfiff.
Nach der Pause kehrten die Gerner zwar mit guten Vorsätzen aus der Kabine zurück; allerdings scheiterte es an der Umsetzung. Zu spätes oder ungenaues Abspiel, zu wenig Bewegung, zögerliches Zweikampfverhalten – tausendmal geübt, aber an diesem Tag im Fußballhirn verschüttet. Dennoch gelang der FT Gern der Führungstreffer in der 47. Spielminute nach einem Freistoß von Danny, den der ansonsten sehr gute Torwart von Milbertshofen nicht aus der Gefahrenzone bringen konnte. Der Ball fiel Conny in Höhe des Elfers vor die Füße. Der Schuss ins obere rechte Eck war für den Torwart unhaltbar. Nur eine Minute später hätte man den berühmten „Sack“ zumachen können; leider konnte die glasklare Chance durch Danny nach einer Vorlage von Conny nicht genutzt werden. Je länger die Partie dann andauerte und die müde wirkenden Gerner auf das Ende hofften – übrigens verständlich nach dieser Woche ‑, desto mehr schöpften die Gegner Hoffnung, doch noch einen Punkt zu ergattern. Tatsächlich gelang ihnen dann in der 60. Spielminute nach einem Tohuwabohu vor dem Gerner Tor durch einen an sich ungefährlichen Eckstoß ein Schuss zum Ausgleichtreffer. Alles Bemühen der Gerner in den letzten zehn Spielminuten half nichts mehr: Der erste Punktverlust war amtlich!
Letztlich musste dies einmal so kommen….auch wenn dadurch die Tabellenspitze verpasst wurde. Solche Phasen gibt es. Wichtig ist, rechtzeitig wieder zur Höchstform aufzulaufen. Der richtige Zeitpunkt dazu wäre der nächste Sonntag, an dem die Gerner zu Hause den Tabellenführer empfangen.
Aufstellung: Amar, Antonio, Andi, Conny (1), Daniel, Danny (1), Fabian, Julian, Leon, Manthos, Mattis, Maxi, Moritz, Riad, Toni
Drei gelbe Karten für die Gerner und jede Menge „Komplettbelehrungen“!
9. Oktober 2011
FT Gern – FC SF München 1:0 (0:0)
Eine unsichtbare Wand und vier Glückspfoten . . .
Autorin: Ulla Aigner
Diese beiden, etwas mystischen klingenden Phänomene bestimmten das Spiel der C 1-Junioren an diesem dritten Punktspiel der Saison. Bei sehr herbstlichen Wetterbedingungen empfingen die Gerner und ihre zahlreich erschienene Anhängerschaft den Tabellenzweiten. Von Beginn an bestimmten die Gerner die Richtung dieser Partie – nämlich auf das gegnerische Tor. Bereits in der Anfangsphase taten sich für Mittelstürmer Conni und Linksaußen Fabian hervorragende Chancen auf, die aber leider nicht zum Tor führten. In der 6. Spielminute vergab Rechtsaußen Danny nach einem schönen, in den Lauf gespielten Pass von Moritz die nächste Chance, indem er genau auf den gegnerischen Torwart zielte. Etwas später – in der 13. Spielminute – landete der Kopfball von Maxi nach einem Freistoß von Danny an der Querlatte. Wie vernagelt oder von einer unsichtbaren Wand geschützt schien das gegnerische Tor. Auch Antonio machte die Erfahrung in der 30. Spielminute, als er wirklich sehenswert gleich drei gegnerische Abwehrspieler austrickste und dann von schräg links aufs Tor schoss; in diesem Fall lenkte der gegnerische Torwart den Ball zur Ecke. Chancen über Chancen – zum Teil durch schönes Kombinationsspiel, gelungene Pässe und gute Flankenläufe herausgespielt, aber leider kein Torerfolg. Dennoch: Die Mannschaft gab nicht auf, vielleicht auch deshalb weil der eine oder andere, der in der D1-Mannschaft in der Saison 2009/2010 zusammen mit dem damaligen Torwart Daniel Stock gespielt hat, das seinerzeitige Maskottchen auf den Platz „schreiten“ sah: der Hund von Familie Stock, ein Methusalem unter den Münchner Vierbeinern.
Und schließlich wendete sich dann auch noch alles zum Guten – auch wenn die zweite Halbzeit so begann wie die erste aufhörte: Die Torgefährlichkeit der Gerner dominierte bereits die ersten Minuten der zweiten Hälfte, aber der Ball wollte partout nicht im Tor, sondern landete entweder beim Torwart, so in der 40. Spielminute nach einem Schuss von Antonio, oder wieder einmal an der Querlatte wie nach dem Kopfball von Amar wenige Minuten später. In der 49. Spielminute ging ein Freistoß von Fabian aus 16 Metern Entfernung nur ganz knapp am rechten Torpfosten vorbei.
Vier Minuten später kam dann doch noch die glückliche Wende: Nach einem steilen Zuspiel von Moritz auf Amar konnte dieser den Ball zum erlösenden 1:0 links am Torwart vorbeischieben. Diese Führung gaben die Gerner dann auch nicht mehr ab und konnten deshalb auch beim dritten Pflichtspiel einen hoch verdienten Sieg feiern.
Insgesamt zeigte die Mannschaft ein überzeugendes Spiel gegen Gegner, die zum Teil etwas ratlos auf dem Platz wirkten. Einziger Kritikpunkt war die mangelhafte Chancenauswertung. Wenn nur jede zweite hochklassige Chance zum Tor geführt hätte, wäre dies ein mehr als deutlicher Sieg geworden.
Aufstellung: Amar (1), Andi, Antonio, Basti, Conni, Daniel, Danny, Fabian, Julian, Leon, Maxi, Moritz, Riad, Toni
25. September 2011
FT Gern ‑ TSV Forstenried 3:0 (2:0)
Klarer als erwartet . . .
Autorin: Ulla Aigner
. . . fiel die erste Heimbegegnung der FT-Gern-C1-Jugend heute aus, insbesondere wenn man an die Zitterpartie der vergangenen Woche dachte. Klar und souverän erspielte sich die Mannschaft den hoch verdienten Sieg.
Nachdem die Anfangsphase eher durch ein Abtasten beider Mannschaften geprägt war, zeigte sich dann doch nach 10 Minuten Spielzeit, wer der Herr im Haus war. Die Gerner kombinierten mehr und mehr und konnten so ihre Angriffe gefährlicher gestalten als die Gäste. In der 19. Minute fiel dann durch eine hervorragende Einzelleistung von Antonio das Führungstor zum 1:0. Nachdem er sich gegen zwei gegnerische Spieler durchgesetzt hatte, schoss er schräg links aus einer Entfernung von rund 18 Metern auf das Tor. Obwohl der gegnerische Torwart den Ball noch mit den Fingerspitzen berührte, konnte er nicht verhindern, dass er genau unterhalb der Querlatte ins Tor ging. Nur neun Minuten später war es wieder Antonio nach einen vorangegangenen guten Kombinationsspiel, der mit einem Fernschuss die Führung der Gerner Führung zum 2:0 ausbaute. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gerner wesentlich mehr Spielanteile, die Abwehr war nicht zuletzt dank der Übersicht von Maxi bestens organisiert, so dass keine Chance des Gegners zugelassen wurde.
Nach der Halbzeitpause hatten sich die Forstenrieder ein schnelles Anschlusstor vorgenommen. Der gute Wille war da, aber letztlich scheiterten sie immer wieder an Einzelaktionen und natürlich an der soliden Abwehr der Gerner. Nicht verwunderlich, dass sich das Blatt schnell wieder wendete und die Gerner in der 40. Spielminute schon wieder eine hervorragende Torchance hatten durch Conni, der aber leider am Forstenrieder Torwart scheiterte. Nur eine Minute später konnte der Torwart einen Freistoß von Fabian abwehren. In der 46. Spielminute wurde Danny im Strafraum gefoult; den mehr als berechtigten Elfer verwandelte Maxi zum 3:0. Mehr als deutlich wurde jetzt, dass Kondition und Nerven der Gäste erheblich nachließen. Die Gangart der Forstenrieder wurde äußerst ruppig und zum Teil aggressiv. Es war keine Überraschung, dass ein Spieler der Gäste nach Foul und anschließender Beleidigung die rote Karte erhielt und das Feld verlassen musste. Die Gerner wollten noch eins drauf setzen, scheiterten aber in der 49. Spielminute nach einem Freistoß von Danni und einem gezielten Kopfball von Maxi an der Querlatte.
In der Schlussphase spielten die Gerner mit Ruhe und Gelassenheit die Partie zu Ende. Im Vergleich zum ersten Punktspiel war dies eine erhebliche Leistungssteigerung der Gerner, deren Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Trotz wirklich herausragender Einzelleistungen des einen oder anderen Spielers war dies insgesamt eine Mannschaftsleistung. Das lässt für die kommenden Begegnungen einiges erhoffen.
Aufstellung: Amar , Andi, Antonio (2) , Basti, Conni, Daniel, Danny, Fabian, Julian, Leon, Mattis, Maxi (1), Miki, Moritz, Toni
17. September 2011
SpVgg 1906 Haidhausen – FT Gern 1:2 (1:1)
Philipp allein am Spielfeldrand . . .
Autorin: Ulla Aigner
. . . und im ersten Punktspiel der neuen Saison 3 Punkte auswärts einfahren. Ein gelungener Auftakt in die neue Saison!
An diesem warmen Spätsommernachmittag trat die neu zusammengestellte C1-Mannschaft der FT Gern in Haidhausen an. Trainer Philipp Heimberger, der das erste Saisonspiel wegen anderweitiger Verpflichtungen von Karl Thee allein betreute, machte dies vorbildlich ruhig und gelassen – um so bewundernswerter angesichts einiger Schiedsrichterentscheidungen, die wohl allein das Geheimnis des Unparteiischen bleiben.
Der Auftakt in dieses Matches war wie aus dem Lehrbuch: Anpfiff – Pass zu Danny auf die rechte Seite – ungehinderter Lauf von Danny am rechten Spielfeldrand – Flanke in den Strafraum – Kopfball Amar – Tor zum 1:0 in der 1. Spielminute. Das gab zunächst Sicherheit und Selbstbewusstsein, so dass sich die Gerner die eine oder andere Torchance zu Beginn der Partei erspielen konnten. Allerdings kamen die Gegner nach und nach besser ins Spiel. In der 15. Minuten konnten sie einen Freistoß an der Strafraumgrenze unhaltbar für den Gerner Torkeeper Daniel zum 1:1 verwandeln. Dies war umso ärgerlicher, als der Schiedsrichter kurz vorher ein grobes Foul an Leon in der Abwehr nicht geahndet hatte. Das Spiel wurde zunehmend hektischer, Spielzüge gelangen manchmal nur rein zufällig. Trotzdem gab es Torchancen auf beiden Seiten, die für die Gerner entweder knapp neben oder über dem Tor oder an der Latte landeten. Auf der anderen Seite konnte Leon eine todsichere Chance der Haidhausener auf der Linie noch verhindern.
Nach der Pause wollten beide Mannschaften die Führung; angesichts der sommerlichen Temperaturen gestaltete sich die Partie allerdings immer mühsamer, aber letztlich waren die Gerner stets einen Tick schneller am Ball, was letztlich den feinen Unterschied ausmachte. Nachdem Antonio in der 52. Spielminute eine 100%ige Torchance hatte, gelang Danny eine Minute später – nach Vorlage von Antonio – das hoch verdiente Führungstor zum 2:1. Ein sehenswert heraus gespieltes Tor von Danny und Amar in der 62. Spielminute wurde wegen einer vorhergehenden Abseitssituation von Amar nicht gegeben. Angesichts der knappen Führung blieb es daher bis zum Ende bei einer Zitterpartie – trotz der technischen Überlegenheit der Gerner. Kurz vor dem Schlusspfiff verhinderte Basti fast reflexartig noch den Ausgleichstreffer der Gastgeber.
Auch wenn sicherlich noch einiges besser gemacht werden kann, zum Beispiel das Zusammenspiel noch schneller und genauer sein müsste oder die Verwertung der Chancen noch optimiert werden kann: Wichtig war der Sieg im ersten Punktspiel und damit die ersten drei Punkte auf dem Konto!
Aufstellung: Amar (1), Antonio, Basti, Daniel, Danny (1), Fabian, Julian, Leon, Manthos, Mattis, Maxi, Miki, Moritz, Riad, Toni








