Ansprechpartner und Team-Chef: Werner Lieb
Das Betreuerteam setzt sich aus verschiedenen Juniorentrainern der FTGern zusammen. Jedes Jahr nimmt die FTGern mit dem Betreuerteam an entsprechenden Turnieren teil.
22. Januar 2011
Podestplatz für die Gerner Betreuer
Autor: Werner Lieb
Endlich war es wieder soweit: Der SV 1880 München hatte wie jedes Jahr zu seinem traditionellen und äußerst populären Betreuerturnier geladen, und natürlich waren die Gerner dem Ruf gerne gefolgt, konnten sie doch nach 344 langen Tagen des Wartens endlich wieder in der Halle an der Tübinger Straße aufspielen. Dazu traf man auch noch auf alte Bekannte. Doch dazu später.
Tradition hat auch schon, dass die Gerner etwas schwer ins Turnier finden. Zwar konnte man im ersten Gruppenspiel dem TSV Moosach-Hartmannshofen ein 0:0 abtrotzen, doch schon nach der zweiten Begegnung gegen den SV Olympiadorf-Concordia stand man mit dem Rücken zur Wand. Zwar ging man durch Dominik Loroff nach Vorarbeit von Flo Königsbauer mit 1:0 in Führung, doch die „Concorden“ drehten innerhalb kurzer Zeit den Spieß um und führten mit 2:1. Zwar konnte wiederum Dominik Loroff, diesmal nach Assist von Martin Auchtor, den Ausgleich erzielen, eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft führte jedoch kurz vor der Schlusssirene zum 3:2-Siegtreffer für Olympiadorf-Concordia. Zu allem Überfluss hatte sich Matthias Poschenrieder, zusammen mit Dominik Loroff der Toregarant der letzten Turniere, so schwer verletzt, dass er den Rest des Abends von der Bank aus verfolgen musste.
Um noch das Halbfinale zu erreichen, mussten die beiden restlichen Begegnungen gewonnen und auf „Schützenhilfe“ in den restlichen Gruppenspielen gehofft werden. Es sollte eine knappe Angelegenheit werden. Erwartungsgemäß gingen die Gerner gegen Fasanerie-Nord durch Dominik Loroff auf Zuspiel von Flo Königsbauer mit 1:0 in Führung, eine der seltenen Entlastungsaktionen des Gegners führte dann aber zum doch etwas überraschenden Ausgleich. Es sollte aber der große Auftritt des Gerner „Alterspräsidenten“ Maik Kurtzides folgen. Unwiderstehlich in Eleganz und Effizienz tanzte er auf engstem Raum drei Gegenspieler aus, sah den mitgelaufenen Peter Lösch, der unbehindert zum 2:1-Siegestreffer einschieben konnte. Ein Gerner „Gusto-Stückerl“ allererster Güte! Damit war Teil eins der Mission Halbfinale erfolgreich absolviert.
Teil zwo sollte sich als wesentlich kniffliger erweisen: Die Mannschaft vom SV München 1880 II, eine Eltern-Auswahl, gegen die im Vorjahr noch locker mit 4:1 gewonnen werden konnte, hatte durch zwei Unentschieden gegen Moosach bzw. Olympiadorf-Concordia aufhorchen lassen und hätte schon mit einem weiteren Remis den Gernern den Einzug ins Halbfinale verbauen können.
Schon in den Begegnungen zuvor sind die „80er“ durch einen unbändigen Kampfeswillen aufgefallen, die Gerner taten gut daran, Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen. Also spielten sie sich in der Abwehr die Bälle zu, hielten den Gegner auf Distanz, um gegebenenfalls eine Lücke zum schnellen Konter zu finden. Und sie hatten Erfolg damit. Dominik Loroff zog mit der Kugel davon, bediente den mitgeeilten Flo Königsbauer, der zum 1:0 vollendete. Der Gegner zeigte sich keinesfalls geschockt, drängte mit Macht auf den Ausgleich, die Gerner konnten aber bis zur Schlusssirene das Gehäuse von Schlussmann Markus Wolters sauber halten, was zwar nicht immer sehr elegant oder gar ästhetisch aussah, meist wurden die Bälle nur nach vorne gedroschen, aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel – das gewünschte Ziel wurde erreicht!
Somit traf man im Semifinale wieder auf einen alten Bekannten aus dem Vorjahr, das Team der Betreuer von der SpVgg Haidhausen. Damals unterlag man in der Gruppenphase denkbar knapp mit 0:1. Mit der bewährten Taktik aus dem letzten Gruppenspiel hielten die Gerner auch diesmal den Gegner lange Zeit auf Distanz, doch ein fataler Wechselfehler des Gerner „Betreuer-Betreuers“ sollte die Entscheidung bringen: Kurzfristig ging die Ordnung verloren, die Haidhauser nutzten dies eiskalt und erzielten innerhalb einer Minute zwei Treffer. Aus der Traum vom Finale!
Und noch eine Hiobsbotschaft: Der Gerner Keeper Markus Wolters, der schon krank ins Turnier gegangen war, fühlte sich inzwischen so geschwächt, dass er nicht mehr weiterspielen konnte (Danke Markus, dass du so lange durchgehalten hast!), Josip Sicic hütete in der Partie um Platz drei das Gerner Tor, der Gegner hieß Olympiadorf-Concordia ‑ und als besonderes „Zuckerl“ versprach die mitgereiste Jugendleiterin Monika Dietrich, bei einem Sieg die bis dahin gemachte Zeche zu übernehmen. Das schien zunächst durchaus zu motivieren: Wieder hielten die Gerner den Ball in ihren Reihen, ließen Ball und Gegner laufen, das sah alles recht vielversprechend aus. Bei einem Konter der Gerner fast das 1:0, doch Jonas Sedlmair konnte aus bester Position das Runde nicht im Eckigen unterbringen. Ein katastrophaler Abwehrfehler brachte jedoch Concordia in Front. Diese setzten die Gerner nun gewaltig unter Druck, suchten die Entscheidung. Dem Gerner Torwart flogen die Bälle nur so um die Ohren, aber Gott sei Dank ohne zählbaren Erfolg. Und wie das oft so ist: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. Als keiner mehr damit gerechnet hatte, drehten die Gerner die Partie. Zuerst verwandelte Jonas Sedlmair in Klasse-Manier nach Vorarbeit von Flo Königsbauer zum 1:1, kurz vor der Schlusssirene brachte Letzterer nach einem Eckball das Spielgerät irgendwie zum 2:1-Siegtreffer im Tor unter. Der anschließende Jubel war grenzenlos!
Im Endspiel standen sich danach die SpVgg Haidhausen und der SV 1880 gegenüber, welcher nach Siebenmeterschießen das Turnier auch gewinnen konnte. Somit waren die Plätze eins bis drei genau gleich vergeben wie im Vorjahr.
Sicher haben die Gerner Betreuer schon besser gespielt als bei diesem Auftritt. Auch waren die Ergebnisse schon wesentlich eindeutiger. Schon aus diesem Grund ist es schon als toller Erfolg zu werten, dass man Platz drei vom Vorjahr erfolgreich verteidigen konnte. Was aber noch viel wichtiger ist: Alle hatten so richtig Spaß gehabt. Schade nur, dass es so wenig Möglichkeiten gibt, sich zu präsentieren!
Mit dabei waren (obere Reihe v.l.n.r): Betreuer Werner Lieb, Jonas Sedlmair (1), Martin Auchtor, Markus Wolters (im Tor), Dominik Loroff (3), Maik Kurtzidis
Josip Sicic, Matthias Poschenrieder, Peter Lösch (1), Florian Königsbauer (2)







