Spielberichte
-- A1 Jugend --
12. Mai 2012
SV Aubing ‑ FT München-Gern 3:2 (3:0)
Tolle Moral und vorbildlicher Kampfgeist werden leider nicht belohnt
Autor: Werner Lieb
Wie wir nun schon seit geraumer Zeit wissen, gibt’s bei den Gerner A-Junioren zwei Kategorien von Spielen. Da wären zum einen die Samstagspiele, bei denen man froh sein muss, elf Mann zu rekrutieren, zum anderen die Sonntagsspiele, in denen man normalerweise in Bestbesetzung antreten kann. Das ist nun mal so, damit muss man sich abfinden. Das letzte Samstagsspiel wurde vor zwei Wochen beim FC Sportfreunde München, einer Mannschaft, die in der Tabelle (noch) hinter den Gernern steht, mit 1:4 verloren; beim Sonntagsspiel letzter Woche gab’s eine böse 2:11-Klatsche gegen den TSV Neuried, obwohl man personell gar nicht so schlecht aufgestellt war.
Nun also war wieder Samstag an der Reihe, Auswärtsspiel beim Dritten SV Aubing! Zum Treffpunkt um 14.00 Uhr waren gerade mal zehn Mann anwesend, glücklicherweise konnte man aber noch zwei B-Junioren „verpflichten“, sodass die ganze Angelegenheit nicht schon von Anfang an aussichtslos erschien.
Die Gerner kamen richtig gut ins Spiel. Nach der üblichen Abtastphase übernahmen sie langsam aber sicher die Kontrolle über die Partie und erspielten sich auch gute Torgelegenheit, blieben im Abschluss aber zu unpräzise. So kam es, wie es kommen musste: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. Zwischen der 29. und 41. Minute schlugen die Hausherren dreimal erbarmungslos zu, mit 0:3 ging’s in die Halbzeitpause, ein Spielstand, der ebenso ärgerlich wie auch über überflüssig war.
Das haben sich die Gerner auch gedacht und legten zum zweiten Spielabschnitt los wie die Feuerwehr. Und es wurde belohnt: Schon in der 48. Minute erzielte Kristian Maric per Kopfball das 1:3, eine Minute später ließ Yücem Baltaci, ein Gastspieler aus der B-Jugend, das 2:3 folgen. Das zeigte bei den Gastgebern durchaus Wirkung: sie wurden sichtlich nervös, und wäre Kristian Maric wenig später nicht zumindest gelbwürdig, aber ungestraft, in aussichtsreicher Position von den Beinen geholt worden, wer weiß, wie sich die Partie weiter entwickelt hätte! Der einzig wirkliche Fehler des Schiris, der dies gesehen haben muss und der sonst jeden Sch… abgepfiffen hat und dies auch noch meist zuungunsten der Gerner. Sorry, aber da muss auch der geduldigste Berichterstatter mal Luft ablassen!
Für den Rest der Spielzeit entwickelte sich nun ein spannender Schlagabtausch, bei dem beide Teams ihre Chancen hatten und bis zuletzt auf den Torerfolg aus waren. Es hatte aber nicht sollen sein. So gingen die Aubinger als glücklichen Sieger vom Platz, die Gerner standen wieder mal mit leeren Händen da.
Ende einer Partie, in der man zur Halbzeit schon mausetot zu sein schein, aber mit einer tollen Moral und unbändigem Kampfgeist „wiederauferstanden“ ist. Das macht Mut für dir kommenden Aufgaben, und die werden schwierig genug. Vergessen die Vorgabe von 22 Punkten in der Rückrunde. Man muss aufpassen, dass man nicht noch in den Abstiegsstrudel gerät!
Tore: 3:1 Kristian Maric (48.), 3:2 Yücem Baltaci (49.)
22. April 2012
FT München-Gern – TSV Solln 1:1 (1:1)
Alles in allem eine gerechte Punkteverteilung in einer spannenden Partie
Autor: Werner Lieb
Nach den zwei Niederlagen, 0:3 bei der DJK Pasing bzw. 1:5 beim FC Perlach, die, und das soll jetzt eine Erklärung, keine Entschuldigung sein, zum einem großen Teil auf die schlechte Personalsituation in Samstagsspielen zurückzuführen sind. Konnte man an diesem Sonntagabend seit langem mal wieder aus dem Vollen schöpfen, ein Kader von 15 Mann, für A-Jugend-Vverhältnisse geradezu ein Traum! Dementsprechend war man auch optimistisch. Zählbares einfahren zu können. Es steht ja immer noch das große Ziel an: 22 Punkte in der Rückrunde und Platz fünf am Ende der Saison.
Mag sein, dass bei einigen der Akteure, und zwar auf beiden Seiten, Erinnerungen an die Vorrundenbegegnung wach wurden. Damals gingen die Gerner schnell mit 2:0 in Führung, um dann nach einer unheimlich spannenden und intensiven Partie am Ende mit 2:3 als Verlierer vom Platz gingen. Da sollte diesmal nicht mehr der Fall sein. In der Anfangsphase hatten die Gerner leicht die Oberhand über die Partie und kamen durch Jonas Hempel in der 15. Minute zur ersten großen Chance, er scheitete aber am aufmerksamen Sollner Keeper. Mit dem ersten gefährlichen Angriff gingen die Sollner dann nach einem Abwehrfehler der Hintermannschaft der Hausherren mit 1:0 in Führung, die Jonas Hempel nach schönem Zuspiel von Sandro Hunger schon drei Minuten später egalisierte. In der Folge bekamen die Gäste die Partie immer besser unter Kontrolle und hätten durchaus auch in Führung gehen können, wobei die Gerner mit ihren Kontern auch noch die eine oder andere Möglichkeit hatten, insgesamt aber vor des Gegners Tor zu harmlos. Daran änderte auch die dreiminütige Unterbrechung wegen Hagels nichts.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts waren die Gerner sichtlich darauf aus, schnell den zweiten Treffer zu erzielen, allein es fehlte an der Präzision. Mit zunehmender dauer kamen die Gäste wieder besser ins Spiel und es entwickelte sich bis zum ende der Partie ein heftiger und spannender Schlagabtausch, es ging rauf und runter, ohne dass ein Team davon profitieren konnte. So gesehen war das Ergebnis gerecht, es hätte keiner verdient, als Verlierer vom Platz zu gehen.
Um nochmals auf die Partie der Vorrunde zurückzukommen: Schon damals zeigte sich, dass man durchaus auf Augenhöhe mit Mannschaften aus dem oberen Mittelfeld sein kann – vorausgesetzt man hat alle Mann an Bord. Nur so kann man aber auch auf Dauer sein eigenes Spiel entwickeln. Ansätze dazu waren durchaus vorhanden, verbesserungswürdig ist es allemal. Man hat ja ein großes Ziel vor Augen. Noch ist es möglich!
Tor: 1:1 Jonas Hempel (23.)
11. März 2012
FT München-Gern – SpVgg Thalkirchen 2:0 (2:0)
Erste Etappe des „Projekts 22/5“ der Gerner A-Junioren erfolgreich absolviert
Autor: Werner Lieb
So was nennt man wohl gesundes Selbstvertrauen: 22 Punkte in der Rückrunde holen und am Ende der Saison Platz fünf belegen. Und das, obwohl die Vorrunde sagen wir mal „suboptimal“ verlaufen ist. Zu viele Punkte hat man wegen teilweise katastrophalen Abwehrleistungen verschenkt, gerade mal 13 Punkte standen auf dem Konto! Und auch die Vorbereitung war auch nicht gerade perfekt. Bei den Hallenturnieren einmal Letzter (in Weßling) und einmal Siebter (in Ismaning), das erste Vorbereitungsspiel gegen den eine Klasse tiefer spielenden BSC Sendling ging mit 2:7 ordentlich in die Hose. Das letzte Kräftemessen vor dem Saisonstart gegen den Kreisligisten konnte dann aber (wegen Personalmangels mit freundlicher Unterstützung der B-Junioren) mit 3:0 gewonnen werden.
Alles schön und gut: Was zählt sind die Punktspiele! Und da traf man gleich zu Beginn auf das Tabellenschlusslicht SpVgg Thalkirchen. Und so was ist bekanntermaßen immer etwas gefährlich, neigt man doch dazu, die Aufgabe etwas zu leicht zu nehmen. Nicht so die Gerner A-Jugend. Von Beginn an hatten sie das Spiel unter Kontrolle, die Kugel lief meist nur in eine Richtung, Torchancen blieben nicht aus. In der 13. Minute erzielte dann Nico Wagner folgerichtig den 1:0-Führungstreffer. Trotz zahlreicher guter Möglichkeiten dauerte es bis zur 38. Minute, ehe Jonas Hempel mit seinem 17. Saisontreffer das 2:0 für die Gerner markierte. Nur einmal im ersten Durchgang kam die sonst sehr solide stehende Gerner Abwehr in Bedrängnis, aber Niklas Brieden bereinigte die Situation mit einem tollen Reflex.
Zweite Halbzeit, gleiches Bild: Über weite Strecken gaben die Gerner den Ton an, erst nach einer guten Stunde begannen die Gäste etwas forscher zu werden. Es entwickelte sich ein flotter Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, Zählbares blieb aber aus. Erst gegen Ende der Partie gewannen die Gerner wieder die Oberhand, am Spielstand von 2:0 änderte sich aber nichts mehr.
Die erste Hürde ist übersprungen. Zwei Tore erzielt, hinten den Laden dichtgehalten. Man darf sich aber nicht blenden lassen, gegen das Ligaschlusslicht war das einfach nur Pflicht! Um gegen die stärkeren Teams zu bestehen, muss man einfach seine herausgespielten Möglichkeiten konsequenter verwerten. Am besten schon gegen die DJK Pasing am nächsten Wochenende. Wohl gemerkt: Zum gesteckten Ziel fehlen noch 19 Punkte: Es gibt viel zu tun, packen wir’s an!
Tore: 1:0 Nico Wagner (13.), 2:0 Jonas Hempel (38.)
27. November 2011
FT München-Gern – FC Hertha München 4:4 (1:2)
Altbekannte Unkonzentriertheiten, aber vorbildliche Moral letzten Heimspiel des Jahres 2011
Autor: Werner Lieb
Zum Finale des Jahres 2011 machte der FC Hertha im ben-u-ron Sportpark zum Punktspiel seine Aufwartung. Genau, da war doch was! Am 28. Juni 2011 traf man auf gegen den selben Gegner in Oberföhring zum 2. Auf- und Abstiegsrelegationsspiel. Hertha gewann damals mit 3:1 und war aufgestiegen, Gern war abgestiegen! Warum’s dann doch nicht so kam für die Gerner ist wohl inzwischen jedem hinlänglich bekannt! Mann hatte also noch was gut zu machen! Und man konnte nach zwei Siegen in Folge – 3:4 gegen Neuhadern und 3:1 beim FC Ludwigsvorstadt mit einem astreinen Hattrick von Jonas Hempel – durchaus mit breiter Brust auftreten. Schon nach fünf Minuten traf Sandro Hunger nach schöner Kopfballablage von Jonas Hempel nur den Pfosten, aber schon zwei Minuten später lag der Ball im Netz. Einen Freistoß aus dem Halbfeld von Valdet Beluli brachte Sandro Hunger zum 1:0 im Tor der Hertha unter. Wie so oft eine frühe Führung der Gerner, die sich auch gleich daran machten, die Führung auszubauen. Man hatte nämlich wesentlich mehr von der Partie. Aber es kam so wie es kommen musste (warum eigentlich?): Zwei grobe Abwehrschnitzer in der 25. bzw. 44. Minute sorgten dafür, dass Hertha mit einer 2:1-Führung in die Halbzeitpause ging.
Mit frischem Mut ans Werk ‑ das war die Devise zur zweiten Hälfte! Aber es sollte bis zur 60. Minute dauern, ehe Sandro Hunger zum Slalom durch die gegnerische Abwehr ansetzte und zum 2:2 ausglich. Was sich dann abspielte, mag vielleicht für den neutralen Zuschauer den Reiz eines Fußballspiels ausmachen, die eigenen Fans und auch den Trainer- und Betreuerstab kann so etwas durchaus an den Rand des Wahnsinns treiben! Nämlich keine zwei Minuten lag die Kugel schon wieder im Tor der Gerner! 2:3 – wieder einem Rückstand hinterherlaufen! Und dabei hatte man auch noch Glück, dass man nicht noch höher ins Hintertreffen geriet. Hertha hatte jetzt ihre stärkste Phase in der Partie. Einige Hochkaräter herausgespielt, unter anderem zwei Mal den Pfosten getroffen. Doch den nächsten Treffer erzielten die Hausherren: Aus kurzer Distanz konnte Philipp Lindner den Ball zum 3:3 über die Linie drücken. Die Freude darüber war nicht von langer Dauer: Schon zwei Minuten (!) später brachte der Gerner Keeper im Strafraum einen Gegner unglücklich zu Fall – Foulelfmeter, 3:4 in der 75. Minute! Immerhin waren noch eine gute Viertelstunde Zeit, um dieses abermalige Missgeschick wieder geradezubügeln. Andererseits waren sich die Herthaner durchaus darüber bewusst, dass sie mit einem weiteren Tor sämtliche Gerner Träume auf einen Punktgewinn oder gar mehr zunichte machen können. So ging’s dann in einer turbulente Endphase der Partie mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. In der 86. Minute gelang dann Jonas Hempel mit seinem nun schon 16. Treffer in dieser Spielzeit das erlösende 4:4, das die Hausherren dann auch mehr oder weniger sicher nach Hause brachten! Insgesamt eine gerechte Punkteteilung!
Was bleibt aus dieser Partie im Gedächtnis haften? Zu allererst bleibt festzustellen, dass die Gerner auch das dritte Spiel in Folge erfolgreich gestalten konnten, wenn’s diesmal auch nur ein Unentschieden war. Und das wieder gegen einen Gegner, der in der Tabelle weitaus besser dasteht. Wichtig dafür, dass man den Anschluss nach weiter oben nicht verpasst, nach unten hat man sich vorerst gehörig Luft verschafft. Herausragend aber die Moral, die das Team gezeigt hat: Immer wieder sind sie nach einem Rückstand zurückgekommen, haben sich nicht hängen lassen! Nur die Unkonzentriertheiten in der Abwehr müssen endlich abgestellt erden. Am Toreschießen hapert es ja nicht! 35 Treffer hat man in der Vorrunde erzielt, das reicht zum Beispiel dem SV Aubing zu Platz zwei. 45 Gegentreffer sind dagegen eindeutig zu viel. Daran muss gearbeitet werden, das muss dringend abgestellt werden. Dann, aber nur dann kann das eine richtig gute Rückrunde werden!
Tore: 1:0 Sandro Hunger (7.), 1:1 (25.), 1:2 (44.), 2:2 Sandro Hunger (60.), 2:3 (62.), 3:3 Philipp Lindner (73.), 3:4 (75. FE), 4:4 Jonas Hempel (86.)
13. November 2011
FT München-Gern – FC Neuhadern 4:3 (3:0)
Wichtiger Sieg im Sechs-Punkte-Spiel verschafft etwas Luft nach unten
Autor: Werner Lieb
Es geht also doch noch – das ist vorweg die positive Erkenntnis! Die „Krisensitzung“ vom Montagabend hat seine Wirkung gezeigt. Zwar war noch bei weitem nicht alles perfekt, Besserung war aber deutlich zu sehen – vor allem in der ersten Halbzeit.
Anders als in den Begegnungen zuvor, waren die Gerner diesmal nicht unbedingt auf ein schnelles Tor aus, sie bemühten sich, die Partie zunächst mal unter Kontrolle zu bekommen. Dies gelang auch sehr passabel, die Abwehr um Mathis Welker stand solide, und wenn die Neuhaderner wirklich mal gefährlich werden sollten, so stand immer noch ein zuverlässiger Niklas Brieden zwischen den Pfosten. Nach einer halben Stunde erhöhten die Hausherren den Druck, und schon lag innerhalb acht Minuten dreimal der Ball im Gehäuse der Gäste. Zweimal Sandro Hunger und Maxi Ewert haben blitzsauber herausgespielte Tore erzielt. Das sollte eine beruhigende Führung zur Halbzeitpause sein.
Auch von Seiten der Trainer gab es in der Pause nicht viel am Spiel der Gerner zu kritisieren. Einfach so weitermachen, dann ergeben sich die Torchancen von alleine. Das klappte auch die ersten zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit recht gut. Zwar war nicht viel wirklich Zwingendes von Seiten der Gerner zu sehen, vom Gegner allerdings auch nicht. Das ändert sich in der 65. Minute. Ein langer Ball über die Gerner Abwehr, und schon war’s passiert – 1:3! Zwar sah der Beobachter eine klare Abseitsstellung, aber Abseits ist halt nur, wenn der Schiri pfeift. Plötzlich wurde es wieder etwas hektischer. Das spürten auch die Neuhaderner und legten nun einen Zahn zu. Und keine fünf Minuten später: Ein langer Ball, ein Lupfer über den Torwart – 2:3, Neuhadern war wieder im Geschäft! Auf Grund der Erfahrungen, die man mit den Gernern in solchen Situationen schon gemacht hatte, war Schlimmes zu befürchten. Aber die Hausherren bemühten sich, das Heft wieder in die Hand zu nehmen, das Spiel wieder in die richtige Richtung zu lenken. Die Gerner erzwangen einige Standardsituationen wie Eckbälle und Freistöße in aussichtsreicher Position. (Wünscht sich der Betrachter sehnlichst: Haut doch einfach einen Freistoß mal rein! Ihr werdet sehen, da kommt Freude auf!) Immerhin gelang es Jonas Hempel im Anschluss an eine Ecke, die Verwirrung auszunutzen und zum 4:2 einzuschieben! Die Freude währte aber nicht lange. Zwei Minuten später das 4:3, allerdings nahm der Schütze die Hand zu Hilfe, was außer dem Schiri so ziemlich jeder gesehen hat, trotz aufkommenden Nebels. Wieder ging das Zittern los. Aber diesmal ist es Ohne Folgen geblieben. Es gab zwar noch die eine oder andere Chance auf beiden Seiten, Tor fielen aber keine mehr.
Bleibt zum Schluss festzustellen: Der erste Durchgang war vielleicht die beste Halbzeit, die die A-Junioren bislang gespielt haben. Ruhig und geduldig haben sie auf ihre Chancen gewartet und dann eiskalt zugeschlagen. Das war okay so! Schade nur, dass man nach einem Gegentor gleich wieder ins Schleudern kommt! Und dass man nicht immer wieder mit langen und hohen Bällen überlistet wird, daran muss gearbeitet werden.
Dieser Sieg war aber auch deshalb wichtig, weil somit vermieden wurde, für lange zeit mit den beiden Tabellenletzten den ersten Nichtabstiegsplatz auszuspielen. Man kann jetzt wieder etwas weiter nach oben schauen!
Tore: 1:0 Sandro Hunger (31.), 2:0 Maxi Ewert (36.), 3:0 Sandro Hunger (39.), 3:1 (65.), 3:2 (70.), 4:2 Jonas Hempel (80.), 4:3 (82.)
30. Oktober 2011
FT München-Gern – SV Aubing 5:8 (2:5)
Wieder einmal eine Partie überflüssigerweise aus der Hand gegeben
Autor: Werner Lieb
Wer die letzten drei Heimspiele der Gerner A-Junioren verfolgt hat, kann sich wahrlich nicht beschweren: Tore gab’s reichlich zu sehen, nämlich sage und schreibe 35 Stück! Das sollten eigentlich Festtage für jeden Gerner Fußballfreund sein. Blöd daran ist nur, dass die Hausherren selbst nur 14 geschossen haben, die jeweiligen Gäste dagegen insgesamt 21. Immerhin hat man eines der drei Spiele gewonnen, was freilich nur ein schwacher Trost ist – mehr wäre durchaus möglich gewesen, beispielsweise in der oben genannten Partie, mit der wir uns hier mal etwas näher beschäftigen wollen.
Die Gerner legten gleich los, als wollten sie den Gegner in Grund und Boden rennen. Belohnt wurde das durch zwei wunderschön herausgespielte Treffer von Nico Wagner (3.) und Jonas Hempel (6.). Das sollte eigentlich Sicherheit geben. Doch wie gewonnen, so zerronnen! Nach 13 Minuten hatte der Gegner ausglichen, nach 20 Minute ging er in Führung und hatte plötzlich die Kontrolle über die Begegnung. Da die Gerner aus unerfindlichen Gründen konstruktive Offensivbemühungen weitgehend einstellten, gepaart mit teilweise katastrophalen Abwehrfehlern, war es für die Aubinger nicht sonderlich schwierig, den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 5:2 auszubauen.
Zur zweiten Hälfte wurde der Defensivbereich der Hausherren teilweise umgestellt, was die Gäste zunächst nicht daran hinderte, Treffer Nummer 6 zu erzielen. Doch plötzlich ein Lebenszeichen der Hausherren: In der 58. Minute erzielte Sandro Hunger das 3:6 und es ging ein spürbarer Ruck durch das Team. Schon fünf Minuten später das 4:6 durch einen Kopfball von Gianluca Gargiulo im Anschluss an eine Ecke. Als dann in der 71. Minute Jonas Hempel per Foulelfmeter auf 5:6 verkürzte, war die Partie plötzlich wieder offen. Die Aubinger zeigten Wirkung, die Partie wurde ‑ auch durch Zurufe und Beleidigungen von außen ‑ zusehends hektischer. Das ging so weit, dass der Schiedsrichter zwei Aubinger „Fans“ des Geländes verwies, andernfalls er mit Spielabbruch drohte. Mehrmals lag der Ausgleich in der Luft, die Gäste blieben mit ihren Kontern aber stets gefährlich. In der 86. Minute dann ein Foul im Strafraum der Gerner, Aubing erzielte per Elfmeter das 7:5, in der Schlussminute dann noch das 8:5, die Partie war gelaufen.
Ein denk- und merkwürdiger Spielverlauf! Schon Anfang des Monats gingen die A-Junioren beim Auswärtsspiel in Solln in der Anfangsphase mit 2:0 in Führung, um am Ende mit 2:3 als Verlierer dazustehen. Auch diesmal brachte die schnelle Führung keine Sicherheit. Dass man sich dann sechs Gegentore in Folge einfängt, ist absolut unbegreifbar. Das liegt sicher auch an der Konzentration, aber auch daran, sich eine Partie nicht „einteilen“ können, konstant von der ersten bis zur letzten Minute durchzuspielen, bei kritischen Phasen nicht hektisch zu werden. Und eine Mannschaft kann eben nur als Mannschaft funktionieren, da muss einer für den anderen da sein! Das lässt oft noch zu wünschen übrig. Dass das Potenzial da ist, hat man in der Anfangsphase und beim Zwischenspurt in der zweiten Halbzeit ja gesehen. Rätselhaft, warum das nicht über 90 Minuten funktioniert. Irgendwann, und zwar möglichst schnell, sollte man das Problem in den Griff bekommen! Sonst wird’s wieder so eine „Sch….saison“ wie die letzte. Das kann’s wohl nicht sein!
Niklas Brieden – Dorjan Rexha, Ismat Maidin, Fabian Kaisel, Mathis Welker, Tufan Yilmaz, Ratko Balac, Gianluca Gargiulo, Jonas Hempel, Sandro Hunger, Nico Wagner (eingewechselt: Valdet Beluli, Devin Özek, Huy Tran)
Tore: 1:0 Nico Wagner (3.), 2:0 Jonas Hempel (6.), 1:2 (10.), 2:2 (13.), 2:3 (20.), 2:4 (40.), 2:5 (45.), 2:6 (50.), 3:6 Sandro Hunger (58.), 4:6 Gianluca Gargiulo (63.), 5:6 Jonas Hempel (71., FE), 5:7 (86., FE), 5:8 (90.)
16. Oktober 2011
FT Gern – FC Sportfreude München 8:3 (4:1)
Der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt beschert zweiten Saisonsieg
Autor: Werner Lieb
Nach der doch sehr unglücklichen Niederlage in der Vorwoche beim TSV Solln musste diese Partie gewonnen werden, wollte man den Anschluss ans Mittelfeld nicht verlieren. Und die Gerner legten los wie die Feuerwehr. Der Berichterstatter hatte sich seinen Notizblock noch gar nicht bereitgelegt, da erzielte Joans Hempel schon das 1:0, nach 10 Minuten gelang Sandro Hunger das 2:0, und wiederum Jonas Hempel gelang nach 13 Minuten das frühe 3:0. Alle Tore wunderbar herausgespielt, und ohne zu übertreiben: es hätten auch ein oder zwei Treffer mehr sein können, so überlegen waren die Hausherren. Es lief wie am Schürchen gezogen. Doch mit zunehmender Spieldauer schlichen sich leider mehr und mehr Unkonzentriertheiten und teilweise Überheblichkeiten ein. So kamen die Sportfreunde ihrerseits zu Torchancen, die Gerner konnten sich bei ihrem Torwart und einmal auch bei der Querlatte bedanken, dass dies ohne Folgen blieb. Zwar erhöhte Sandro Hunger in der 32. Minute auf 4:0, der Faden war trotzdem irgendwie gerissen. Sie ließen sich viel zu sehr in die eigene Hälfte zurückdrängen. Und nach 40 Minuten konnten auch die Sportfreunde mal jubeln. Mit einem Foulelfmeter der Marke „Den muss man nicht unbedingt pfeifen“ verkürzten sie auf 1:4, das war dann auch der Halbzeitstand.
Man kann sich vorstellen, dass die Halbzeitansprache des Trainers dementsprechend ausfiel. Spielt das, was ihr könnt! Lasst euch die Partie nicht aus der Hand nehmen! Irgendwie hat das aber dann doch nicht so richtig funktioniert – zumindest vorerst. In der 47. Minute spazierte ein Stürmer der Sportfreunde völlig unbehelligt durch den Strafraum und schoss das 2:4. Die Reaktion ließ diesmal aber nicht lange auf sich warten. Schon zwei Minuten später stellte Jonas Hempel den alten Torabstand wieder her. Mit zwei weiteren Treffern in der 65. bzw. 67. Minute erhöhte derselbe Spieler auf 7:2. Die Sportfreunde verkürzten zwar nochmals auf 3:7, doch Tufan Yilmaz setzte mit dem 8:3 in der 77. Spielminute den Schlusspunkt.
Nach drei Niederlagen in Folge endlich wieder mal ein Erfolgserlebnis. Es war der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt, der den Gernern das Tore schießen manchmal etwas zu leicht machte, der aber auch, vor allem Ende der ersten und Anfang der zweiten Halbzeit, die Hausherren immer wieder in Bedrängnis brachte, wenn diese zu unkonzentriert und manchmal auch zu lässig zu Werke gingen. Das muss abgestellt werden. Es gibt Mannschaften, die dies wesentlich gnadenloser bestrafen. Das heißt aber auch, dass sie die Gerner auf dem richtigen Weg befinden, wenn sie ihr Spiel konsequent durchziehen, und auf das konzentrieren, was sie können. Vor allem in der Anfangsphase hat das nämlich richtig gut ausgesehen und führte auch zum gewünschten Erfolg! Die Richtung stimmt, der Weg ist aber noch weit!
Niklas Brieden – Gianluca Gargiulo, Fabian Kaisel, Mathis Welker, Tufan Yilmaz, Ratko Balac, Jonas Hempel, Ismat Maidin, Nico Wagner, Sandro Hunger, Dorjan Rexha (eingewechselt: Adem Yilmaz, Valdet Beluli, Devin Özek, Alexej Dupper)
Tore: 1:0 Jonas Hempel (1.), 2:0 Sandro Hunger (10.), 3:0 Jonas Hempel (13.), 4:0 Sandro Hunger (32.), 4:1 (41., FE), 4:2 (47.), 5:2, 6:2, 7:2 Jonas Hempel (49., 65., 67.), 7:3 (73.), 8:3 Tufan Yilmaz (77.)
8. Oktober 2011
TSV Solln – FT Gern 3:2 (1:2)
Dritte Niederlage in Folge – trotzdem ein Schritt nach vorne für die A-Junioren
Autor: Werner Lieb
Auf den ersten Blick mag sich der Leser dieser Überschrift denken: Na ja, das übliche Pfeifen im Walde, das kennen wir ja zu Genüge im Fußball. Drei Niederlagen sind nun mal null Punkte. Doch man sollte etwas näher hinschauen. Es gibt ja verschiedene Arten von Niederlagen. Da war zuerst das 0:1 gegen die DJK Pasing. Da standen sich zwei Teams gegenüber, die sich durchaus auf Augenhöhe befanden, allerdings nicht gerade auf hohem Niveau. Als die Pasinger nach etwa zehn Minuten zum Torerfolg kamen, hätte man die Partie eigentlich abpfeifen können. Außer zwei Aluminiumtreffern, einer hüben, einer drüben, tat sich nichts mehr. Zwar hatten beide Teams noch Torchancen, aber der Abschluss war meist kläglich. Besonders die Gerner hätten noch stundenlang spielen können, ohne zum Erfolg zu kommen. Eigentlich ein typischen Null-zu-Null-Spiel.
Ganz anders dagegen die 1:10 (0:7)-Niederlage gegen den FC Perlach am letzten Wochenende. Spontan fällt einem das Statement eines Bundesliga-Trainers nach einer Klatsche gegen Borussia Dortmund in der letzten Bundesligasaison ein, der sinngemäß sagte: „Ein Genuss für jeden Fußballfreund ‑ nur nicht für den Trainer des Gegners!“ Das heißt im Klartext: Besonders in der ersten Hälfte wurden die Gerner nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen: In teilweise atemberaubendem Tempo (vor allem aus Gerner Sicht) kombinierten die Perlacher die Kugel ins Tor, den Hausherren war das einfach eine Nummer zu schnell! In der zweiten Hälfte konnte die Gerner zwar ihren Kasten gut 25 Minuten sauber halten, danach zogen die Perlacher das Tempo wieder etwas an, weitere drei Treffer waren die Folge. Den Gernern gelang zwei Minuten vor Spielende durch einen Foulelfmeter noch der Ehrentreffer ‑ Ergebniskorrektur, mehr nicht! Schon lange hatte sich keine so gut aufspielende A-Jugend mehr auf dem Gerner gezeigt wie an diesem Tag die Perlacher. Respekt! Oder wie es der Gerner Torhüter nach dem Spiel treffend formulierte: „Ich bin noch nie so gedemütigt worden wie heute!“ Das war kein Klassenunterschied mehr, da lagen Welten dazwischen!
Trotzdem fuhr man optimistisch zum Auswärtsspiel nach Solln. Es konnte ja nur besser werden! Zu dem war man personell besser aufgestellt. Maxi Ewert und Fabian Kaisel standen wieder zur Verfügung, Wandy Carvalho da Silva hatte endlich seine Spielberechtigung. Und die Gerner starteten furios. Bereits nach sieben Minuten führten sie durch Treffer von Maxi Ewert und Jonas Hempel mit 2:0, ein Ausbauen der Führung war mehrmals möglich. Es lief nahezu perfekt, die Sollner hatten Mühe, in die Partie zu kommen. Offensiv druckvoll, die Defensive stand sicher, was will man mehr. Man kann durchaus sagen, dass die Gerner in dieser Phase spielerisch zu überzeugen wussten. Doch nach etwa 25 Minuten begann sich die Partie langsam zu drehen. Durch einen verletzungsbedingten Ausfall von Fabian Kaisel (war in der zweiten Halbzeit wieder im Spiel) gab’s einen deutlich erkennbaren Bruch im Gerner Spiel. Die Hausherren erhöhten den Druck, und so war der Anschlusstreffer nur eine Frage der zeit. In der 35. Minute war es so weit. Ein Stürmer der Sollner konnte einen Abpraller der Gerner Abwehr um 1:2 abstauben. Jetzt hatte man aber das nötigte Glück, trotz teilweise starker Bedrängnis den Vorsprung mit in die Pause zu nehmen.
Kaum waren vier Minuten in der zweiten Hälfte gespielt, lag die Kugel zum 2:2-Ausgleich im Gerner Netz. Die Partie hatte sich inzwischen nicht gerade zu einem hochklassigen, aber rassigen, temporeichen und vor allem spannenden Kreisklassespiel entwickelt. Beide Seiten hatten mehrmals die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Jedem war klar, wer das nächste Tor schießt, wird als Sieger vom Platz gehen. Das Siegtor gelang den Hausherren in der 76. Minute. Die Gerner waren kurz geschockt, drehten danach aber nochmals richtig auf. Mehrmals war die Möglichkeit zum Ausgleich vorhanden, es sollte aber nicht sein. Ein Unentschieden wäre durchaus verdient gewesen.
Welche Schlüsse sind daraus zu ziehen? Die oben erwähnte, spielerisch gute Anfangsphase und die Tatsache, dass man sich bis zum Schluss gegen die drohende Niederlage stemmte, gibt Anlass, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung, vor allem, wenn man bedenkt dass man in Halbzeit zwei teilweise in Unterzahl spielen musste.
Das ist jetzt auch das Stichwort, mal über den Schiri zu sprechen. Dieser hatte nämlich keinerlei Probleme mit der Partie. Das war auch die einhellige Meinung beider Teams und deren Betreuer. Wie schon oben erwähnt, war es ein temperamentvolles und intensives, vor allem aber auch ein faires Spiel. Gab’s mal ein Foul folgte auch meist postwendend die Entschuldigung. Umso erstaunlicher, wie man in einer solchen Partie eine Zeitstrafe und kurz vor Schluss auch noch eine rote Karte verhängen kann. Klar, dass die Spieler bei einem solchen Spielverlauf etwas aufgebracht sind, wie heißt es doch so schön, Fußball lebt auch von der Emotion. Da wird halt auch mal gemeckert. Aber solange es sich nicht um grobe Unsportlichkeiten oder gar Beleidigungen handelt, sind solche Sanktion einfach überzogen. Da muss man als Schiri auch mal weghören können. Das unterscheidet einen guten von einem souveränen Spielleiter.
Niklas Brieden – Dorjan Rexha, Valdet Beluli, Fabian Kaisel, Gianluca Gargiulo, Mathis Welker, Tufan Yilmaz, Ratko Balac, Maxi Ewert, Wandy Carvalho da Silva, Jonas Hempel (eingewechselt: Adem Yilmaz, Huy Tran, Devin Özek, Ismat Maidin)
Tore: 0:1 Maxi Ewert (5.), 0:2 Jonas Hempel (7.), 1:2 (3:5.), 2:2 (49.), 3:2 (76.)
17. September 2011
SpVgg Thalkirchen – FT Gern 0:4 (0:0)
Doppelschlag kurz nach der Pause beschert Start nach Maß in die neue Saison
Autor: Werner Lieb
Jedes Jahr dasselbe: Zu Beginn der neuen Saison weiß niemand so recht, wo man sportlich eigentlich steht. Das gilt auch für die Gerner A-Junioren, die ja bekanntlich nur am „grünen Tisch“ die Klasse gehalten haben. Die 1:4-Niederlage im Vorbereitungsspiel gegen den DSC Alte Heide am Sonntagabend zuvor (Ehrentreffer durch Huy Tran per Elfmeter) bot nun wahrlich keinen Grund, in übersteigerten Optimismus zu verfallen. Und dann ging’s zum Auftakt ausgerechnet nach Thalkirchen. Gegen diesen Gegner verlor man in der letzten Saison das Heimspiel mit 1:4, die Weichen waren danach endgültig Richtung Abstieg gestellt. Und noch ein weiteres Detail erinnerte ans Vorjahr: War nach dem Mittwoch-Training noch mit 15 Mann zu rechnen, dezimierte sich das, je näher der Treffpunkt 14 Uhr am Samstag rückte. Um wenigstens noch einen Auswechselspieler dabei zu haben, „lieh“ man sich kurzfristig Benny Hasic von der B-Jugend aus. Ein Glücksfall – doch dazu später!
Bei drückender Schwüle auf Kunstrasen – das merkte man der Begegnung in der Anfangsphase durchaus an. Bis auf einen kleinen Aufreger in der ersten Minute – Torwart Niklas Brieden war aber zur Stelle – tat sich in den ersten 20 Minuten reichlich wenig. Nur der etwas sehr strenge, man könnte aber auch überaus pingelige Schiedrichter bewahrte die Zuschauer vor gähnender Langeweile. Prinzipiell ist dagegen ja nichts einzuwenden, wenn’s wenigsten gleichmäßig verteilt ist! Höhepunkt dieser doch sehr eigenwilligen Pfeiferei war dann die Unterbrechung des Spiels, weil ein Gerner seinem Mitspieler eine Anweisung zurief. Der Schiedsrichter bat um Ruhe! Äußerst grenzwertig!
Eine schöne Direktabnahme von Ratko Balac in der 23. Minute, die einen Treffer wert gewesen wäre, brachte dann plötzlich Leben in die Partie, Die Gerner bekamen die Begegnung mehr und mehr in Griff. Wenig später ein strammer Schuss aus gut 20 Metern von Nico Wagner. Kurz vor der Pause wär’s dann fast passiert, doch Huy Tran traf zu genau, nämlich genau da, wo Pfosten und Latte zusammentreffen. Was die Thalkirchner betrifft: Fehlanzeige, zu harmlos war ihr Spiel. So war dann das 0:0 aus Sicht der Hausherren etwas glücklich.
Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Benny Hasic setzte sich sehr schön auf dem linken Flügel durch, zog nach innen und vollendete aus spitzem Winkel zum 1:0 für die Gerner. Kaum hatte der Berichterstatter seinen Notizblock gezückt, um das Geschehene festzuhalten, zappelte das Leder schon wieder im Netz. Huy Tran hatte aus rund 23 Metern zum 2:0 getroffen. Ein Doppelschlag, von dem sich der Gegner nicht mehr erholte. Die Gerner hatten die Sache nun voll im Griff. Und sollte wirklich mal was aufs Gerner Tor kommen ‑ wirklich gefährlich sieht anders aus! Die Gerner Chancen häuften sich. In der 60. Minute lief Benny Hasic wieder auf der linken Seite seinem Gegenspieler auf und davon, flankte mustergültig vors Tor, Habib Egbali kam aber eine Tick zu spät. Als derselbe Spieler in der 69. Minute im Strafraum umgerissen wurde, ließ sich Huy Tran die Chance nicht entgehen und verwandelte den Elfmeter souverän zum 3:0 für die Gäste. Die Sache war gelaufen! Es sollten aber noch die Minuten des Tufan Yilmaz kommen: In der ersten Halbzeit wegen eines fragwürdigen „Privatkriegs“ mit dem Schiedsrichter und somit kurz vor dem Platzverweis ausgewechselt, stellte nun unter Beweis, wie wertvoll er für die Mannschaft sein kann, wenn er sich aufs Fußballspielen konzentriert. In der 80. Minute scheiterte er nur ganz kanpp, als der Torwart seinen Schuss aus spitzem Winkel gerade noch zur Ecke lenken konnte. Beim nachfolgenden Eckball nahm er einen Abpraller direkt auf und verzog ganz knapp übers Tor. In der 85. Minute schoss er einen Freistoß aus 20 Metern so scharf, dass der Torwart nur abprallen lassen konnte, Habib Egbali war zur Stelle und schob zum 4:0-Endstand ein.
Und doch gab’s zum Schluss noch eine unschöne Szene: In der 88. Minute kam es im Strafraum der Thalkirchner zu einem Zweikampf zwischen Tufan Yilmaz und seinem Gegenspieler, beide gingen zu Boden, der Thalkirchner schien sich dabei wehgetan zu haben, und der Schiedrichter, der in der zweiten Halbzeit eine weitgehend tadellose Leistung ablieferte, schickte den Gerner, der sich sofort bei seinem Gegenspieler entschuldigte, per Zeitstrafe vom Platz. Eine sehr harte Entscheidung, aber auch der Beweis, dass es wenig Sinn macht, sich mit dem Schiri anzulegen!
Alles in allem war’s für die Gerner ein Start nach Maß. War die erste Halbzeit noch etwas holprig, die zweite Hälfte war richtig gut anzusehen. Es wurden vier Tore geschossen, zahlreiche Chancen herausgespielt und hinten blieb der Kasten sauber. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, was ja in der Vergangenheit selten der Fall war. Was will man mehr. Bedenkt man, dass die Trainer noch einige gute Spieler in der Hinterhand haben, so kann man zumindest davon ausgehen, dass die laufende Saison sportlich erfolgreicher sein könnte als die vergangene. Natürlich ist noch einiges zu tun, weil man damit rechnen muss, dass die kommenden Gegner zum Teil wesentlich stärker sein werden. Insofern sollte man diesen hochverdienten Erfolg nicht überbewerten, aber ein Anfang ist gemacht!
Niklas Brieden – Ismat Maidin, Valdet Beluli, Huy Tran, Dorjan Rexha, Tufan Yilmaz, Nico Wagner, Devin Özek, Habib Egbali, Ratko Balac, Adem Yilmaz (eingewechselt: Benny Hasic)
Tore: 0:1 Benny Hasic (46.), 0:2, 0:3 Huy Tran 48., 69. FE), 0:4 Habib Egbali (85.)









